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IE-Tester: Internetseiten für verschiedene Internet-Explorer bequem parallel testen

Wenn Sie sich mit der Entwicklung bzw. Programmierung von Internetseiten mehr auseinandersetzen werden Sie sehr schnell feststellen, dass die verschiedenen Browser so alle Ihre „Macken“ haben und nicht immer „Standard-Konform“ sind. Allen voran ist hier der Internet-Explorer zu nennen, der seit Jahren immer eine Sonderbehandlung benötigt.

Hilfreich wäre doch wenn es ein Tool gäbe, mit dem man insbesondere die vielen verschiedenen Internet-Explorer-Versionen, mit all ihren unterschiedlichen Konformitäten und Eigenheiten, parallel auf Funktion und Design testen könnte. Mit dem IE-Tester („IETester“ von DebugBar) ist dies sehr gut möglich. Wichtig ist diesem Zusammenhang, dass das Software-Tool für Privatanwender sowie im Lehrbetrieb kostenlos zur Verfügung steht. Im kommerziellen Bereich sind jedoch Lizenzkosten fällig, die sich nach Umfang zwischen 60 und 1300 Euro bewegen. Systemempfehlung: Windows 7 oder Windows Vista SP2 (Service Pack 2).

Die Nutzung des kleinen Tools ist selbsterklärend. Über Reiter können die verschiedenen Internet-Explorer-Versionen praktisch ein- und ausgeblendet werden. Ein direkter Vergleich ist damit schnell und offensichtlich möglich und erleichtert die Fehlersucher und Fehlerbehebung sehr.

Ein Nachteil des Programms ist sicherlich, dass es nicht kostenlos zur Verfügung steht. Aber auch so steht der Nutzen klar im Vorteil gegenüber den Kosten. Allein die Investition und Einrichtung der verschiedenen Betriebssysteme oder virtueller Maschinen würde ein Vielfaches dieser Lizenz kosten; und für Privatanwender stellt sich dieses Problem nicht, da das Tool für diese ja kostenlos zu Verfügung steht.

Das kostenlose Startpaket für Webdesigner

Wer privat oder mit eigenen Mitteln eine Internetseite erstellen möchte, wird in der Regel nicht die professionellen Produkte von Adobe mit Photoshop, Illustrator, InDesign und Dreamweaver kaufen. Dafür sind diese Tools einfach zu teuer. Für eine Werbe-Agentur lohnen sich diese Investitionen sicherlich – Sie verdienen damit schließlich auch Ihr Geld.

Für das kleine Budget von Privatpersonen, Existenzgründern oder kleinen mittelständischen Unternehmen gibt es kostenlose Alternativen zu der oben genannten Profisoftware. Bei den kostenlosen Alternativen müssen Sie sicherlich Abstriche bei den Funktionsumfängen machen. Für einen Einstieg oder einfache Aufgaben im Bereich Webdesign, aber auch Printdesign, reichen diese Tools in jedem Fall. Und das Beste: Sie schonen Ihre Finanzen, da es sich hierbei um kostenlose Software handelt!

Gimp:
Die kostenlose Alternative zu Adobe Photoshop lautet Gimp. In der Standard-Installation kann Gimp nur Bilder im RGB-Modus erstellen. Das ist für Webanwendungen auf völlig ausreichend. Auch bei den Funktionsumfängen für die Bildbearbeitung hat Gimp einiges zu bieten und ist wahrscheinlich mehr, als die meisten Webdesigner für Ihre Arbeit benötigen und jemals nutzen.

Wer Außerdem im CMYK-Modus, also für den Druck geeignete Designs erstellen will, kann ein Plugin installieren, um dieses Mano zu beseitigen. Grundsätzlich eigenen sich für den Printbereich aber andere Programme, wie zum Beispiel Inkscape.

Aptana:
Hierbei handelt es sich um einen kostenlosen HTML-Editor, mit der Sie sowohl Web- als auch mobile Anwendungen erstellen können. Aptana bietet die üblichen Hilfen für HTML, CSS und JavaScript, Code-Highlight sowie eine Livevorschau. Es sollte also an nichts fehlen, wenn Sie in HTML und CSS Ihre ersten Gehversuche machen. Auch ein FTP-Client ist in dem Programm integriert. Eine Alternative dazu ist das FTP-Programm FileZilla.

Inkscape:
Mit Inkscape haben sich ein kostenloses Vektorprogramm als Alternative zu Illustrator oder Freehand an der Hand. Vektorprogramme eigenen sich vor allem zur Erstellung von Logos, Illustrationen und Comics. Natürlich können Sie auch komplette Screen-Designs in Inkscape erstellen. Es ist häufig Geschmackssache mit welchem Programm man ein Screen-Design erstellt, gibt es doch Vor- und Nachteile für jedes dieser kostenlosen Alternativ-Programme.

Der Vorteil von Vektorprogrammen und daraus resultierende Designs: Das Ergebnis lässt sich stufenlos und Qualitätsverlustfrei skalieren, also in der Größe verändern. Wird ein Teil des Designs im Printbereich benötigt, kann es ohne Probleme übernommen und verwendet werden.

FileZilla:
Haben Sie Ihr Design erste einmal am Bildschirm entworfen (Screen-Design) und mittels HTML und CSS web fähig umgesetzt, müssen Sie Ihre HTML-Daten noch auf Ihren Server übertragen. Dies geschieht mittels eines FTP-Client-Programms. FileZilla ist hier die kostenlose Alternative für Webdesigner zum Pendant Dreamweaver oder GoLive.

Unterschied zwischen Web- und Print-Designern

Jeder Webdesigner kennt das: Ein Interessent / Kunde meldet sich mit einem fertigen Design, das nur noch umgesetzt werden muss. Jedem Webdesign wird hier „angst und bange“. Auf den ersten Blick wird es nicht jedem Bewusst: Aber Webdesigner arbeiten grundsätzlich anders als Printdesigner. Aber worin liegt nun der Unterschied?

Grundsätzlich sind Printdesigner dem Internet sehr fern. Sie lieben und arbeiten bereits seit Jahren mit Stiften und Pinseln auf Schreibblöcken, Leimwänden oder auch mal Tischuntersetzern. Sie haben Ihr Handwerk häufig „von der Pike“ gelernt. So wissen sie ganz genau, wie sie eine gelungene Komposition aus Text. Farben und Formen auf dem jeweiligen Medium mit jeweilig zur Verfügung stehenden Platz in Einklag bringen.

Doch genau hier liegt das Problem: „Auf dem zur Verfügung stehenden Platz“. Wenn man so an feste Grenzen und Räume gewohnt ist, fällt es schwer sich auf das Medium Internet einzustellen. Im Internet, wo Ihr Bildschirm den zur Verfüg stehenden Raum / Platz darstellt, gibt es keine festen Grenzen; nicht den Monitor. Es gibt unendliche viele verschiedene Monitor; und neuerdings sogar mobile Geräte wie Smartphones, Netbooks, etc. Das Internet lässt sich also nicht auf eine DIN-Norm beschränken.

Ein Kunde versteht nicht, warum ein bereits „freigegebenes“ Print-Design nicht in das Internet eins zu eins übernommen werden kann. Der Webdesigner ist nun in der Bedrängnis, ist er es doch, der sich wohl nur nicht von einem anderen Designer ein Layout diktieren lassen will. Doch es gibt wirklich Hindernisse, die sich nicht ohne weiteres überwinden lassen und bei der Konzeption und Entwicklung eines Designs durch einen Webdesigner berücksichtigt werden.

Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Print- und Webdesigns:

-          Es gibt keine festen Flächen / einen festen verfügbaren Platz

-          Das Design muss auf großen, wie auf kleinen Bildschirmen wirken & funktionieren

-          Es muss berücksichtigt werden, was mit Freiflächen bei größeren Monitoren passiert

-          Es muss bestimmt werden was passiert, wenn eine Aktion auf der Internetseite ausgeführt wird, also zum Beispiel das überfahren der Navigation mit der Maus

-          Schriften können nur bedingt im Internet eingebunden werden. Dem Designer muss klar sein, welche Schriften er verwenden kann und welche nicht. Das hat Einfluss auf die Gestaltungsmöglichkeiten und die Anmutung eines gesamten Layouts

-          Nicht alle Farben, die ein Designer auf seinem Bildschirm oder im Druck darstellen kann, sehen auch so beim Besucher der Internetseite aus. Man kann davon ausgehen, dass Besucher einer Internetseite keinen kalibrierten Monitor haben. Die verwendeten Farben müssen daher zueinander Kontrastreich sein.

-          Im Gegensatz zu einem Print-Design, müssen Sie im Internet sich auch Gedanken über die Gestaltung von Elementen machen, die bisher gar nicht in Verwendung sind: zum Beispiel Darstellung von Adressen, Downloadlisten, Tabellen, Newsheadlines, interne Links, externe Links, Untermenüs, und vieles mehr

-          Der Umfang einer Broschüre ist klar. Der Umfang einer Internetseite bei der Erstellung ggf. auch. Ein guter Webdesigner muss nur in Betracht ziehen, dass eine Internetseite auch weiter wächst. Er muss sicherstellen wo die Grenzen des Designs sind und dies dem Kunden auch klar mitteilen.

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Sie gibt aber einen Einblick in die Arbeit und Weitsicht eines Webdesigners. Printdesigner können dies grundsätzlich auch leisten. Sie müssen sich dafür nur mehr mit dem Medium Internet auseinandersetzen. Ihnen als Kunden muss einfach nur klar sein, dass es einen Unterschied zwischen einem Print-Design und  Web-Design gibt.