eBook – Kapitel 3

Anforderungen der technischen Umsetzung (Programmierung)

Ich weiß, dass Sie keine Programmier sind und werden wollen. Wenn doch, empfehle ich Ihnen meine Video-Lektionen zum Thema „Grundlagen HTML & CSS“. Diese finden Sie im meinem Blog (http://www.gordon-adams.com/blog/). Geben Sie in der Suche das Stichwort Grundlagen ein. Als Ergebnis erhalten Sie eine Reihe von Video-Lektionen, die Ihnen Schritt für Schritt die Grundlagen für das eigenständige Erstellen von Internetseiten mittels HMTL & CSS (Trennung von Inhalt und Design) vermitteln.

Grundsätzlich möchte ich Sie auf die wichtigsten Fallen bei der Programmierung von Internetseiten aufmerksam machen. Es gibt bestimmte Techniken, die von vielen Agenturen oder Webdesignern NOCH IMMER verwendet werden, weil Sie erstens es so vor X Jahren gelernt haben und nicht gewillt sind sich entsprechend weiterzubilden und zweitens Ihre Kunden nicht in der Lage sind die technische Umsetzung überhaupt bewerten zu können.

Betrachten Sie die folgenden Punkte als technische Hindernisse im Internet erfolgreich agieren zu können. Die Punkte 1 bis 3 sind absolut unakzeptable und nach heutigem Wissensstand nicht nur veraltet, sondern „geschäftsschädigend“; die Punkte 4 & 5 müssen mit Bedacht verwendet werden.

1) Webseiten mit „Frames
Ich erkläre dies an dieser Stelle bewusst laienhaft, da es nur um das Grundverständnis gehen soll. Das müssen Sie sich wie folgt vorstellen: Frames sind „Rahmen“ oder „Fenster“ die den Inhalt einer anderen Seite anzeigen. Eine Seite, die sich komplett aus Frames aufbaut / zusammensetzt, hat für Suchmaschinen genau genommen gar keine Inhalte.

Zur Veranschaulichung: Eine Internetseite besteht mindestens aus einem Bereich für die Navigation und einem Bereich für die Inhalte (sagen wir: links Navigation und rechts Inhalte). Diese Bereiche werden von zwei Frames ausgefüllt. Wird links ein Menüpunkt ausgewählt, wird im Rechten Frame / Fenster der Inhalt einer anderen Seite angezeigt. Faktisch bleibt der Besucher auf ein und der Selben Seite mit den beiden Frames.

Woran erkennen Sie nun, ob Ihre Seite Frames enthält bzw. verwendet? Öffnen Sie Ihre Seite und wählen Sie im Menü „Seitenquelltext anzeigen“ bzw. „Quellcode anzeigen“ (je nach Browser). Ein Frame wird im Quellcode wie folgt eingeleitet: „<frameset …“ bzw. „<iframe …“. Finden Sie diese Anweisung in Ihrem Quelltext, sollten Sie klären warum und wofür an dieser Stelle der Inhalt mittels Frames eingebunden wird. Betrifft dies im Wesentlichen Ihre komplette Internetseite oder wesentliche Inhalte der Seite, sollten Sie in Erwägung ziehen sich von der Agentur / dem Designer zu trennen und dieser Frame-Version durch eine suchmaschinentaugliche Version zu ersetzen. Auch wenn es schwer fällt und Geld kostet –weg damit. Daran festhalten kostet auch Geld und bringt nichts ein!

2) Webseiten mit „Tabellen-Designs
Auch immer wieder (un)gern gesehen. Designs, die sich in Struktur und Aufbau nicht nur an einer Tabelle orientieren: Nein, die Tabelle selbst muss dafür herhalten. Grundsätzlich muss man nicht weiter betonen, dass Tabellen dafür gedacht sind Inhalte tabellarisch, d.h. übersichtlich aufzubereiten und nicht, um als Raster für ein umzusetzendes Design herzuhalten. Hintergrund dieses „Missbrauchs“ liegt darin, dass es früher nicht besonders technisch ausgereifte Möglichkeiten gab, Designs ansprechend umzusetzen (CSS, also Cascarding Style Sheets waren noch nicht so weit ausgereift und wurden natürlich nicht von allen Browser richtig interpretiert). Man bediente sich daher der Tabelle als Mittel zum Zweck, um ansprechendere Designs im Internet umzusetzen.

Dieses Vorgehen ist heutzutage mehr als obsolet und zudem ebenfalls nicht suchmaschinentauglich. Suchmaschinen sind in den letzten Jahren immer „intelligenter“ geworden und bewerten Inhalte danach in welchem Zusammenhang Sie aufbereitet werden. Sie unterscheiden also in der Wertigkeit danach, ob ein Inhalt in einem HTML-Element für eine Überschrift (<h1> … </h1>) oder einer Tabelle (<table> … </table>) steht! Ich muss nicht betonen, dass eine Überschrift eine höhere Wertigkeit hat, oder?

3) Webseiten die eine „Bildnavigation“ verwenden
Bilder sind genau genommen eine Ansammlung von Pixeln, also Bildpunkten, die in Ihrer Summe und Anordnung zueinander ein „Bild“ ergeben. Dieses Bild kann nun ein Text oder doch ein klassisches Bild im Sinne z.B. einer Blume sein. Diese Interpretation obliegt jedoch dem Menschen. Deshalb finden Sie bei vielen Kontaktformularen eine Aufforderung eine verzerrte Darstellung einer Buchstaben- und Zahlenfolge wiederzugeben. Maschinen sind dazu nicht in der Lage; auch Suchmaschinen können ein Bild nicht interpretieren. Eine „Todsünde“ sind daher Navigationen, die Ihren Text in Form von Bildern darstellen.

4) Flash, JavaScript und andere Programmiersprachen
Für Flash gilt das Gleiche wie bei den Bildern. Sehen Sie Flash einfach als eine Form bewegter Bilder (Fernsehen) an und schon wird klar, dass diese Technik sich nicht zum umsetzen kompletter Internetseiten eignet. Schließlich wollen Sie mit Ihrer Seite Geld verdienen und nicht als Goldener Schwan sterben. Setzen Sie Flash daher bewusst und dezent ein.

Auch mit anderen Programmiersprachen wie JavaScript kann man schöne Dinge machen. Alle schick anzuschauen, jedoch wenig zielführend im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung. Der Rat eines jeden guten Webdesigners: Versuchen Sie so viel wie möglich mit den klassischen Mitteln von HTML und CSS umzusetzen, dann werden Sie in der Lage sein Ihren Seiten „richtig“ zu optimieren.

5) Content-Management-Systeme
Die gängigsten Content-Management-Systeme (also Software mit der Sie Inhalte einer Webseite ohne große Programmierkenntnisse pflegen können (ich sage bewusst „ohne große“), bereite die Inhalte sauber mittels HTML und CSS auf. Die oben benannten Probleme, insbesondere der Frame- und Tabellen-Design-Problematik sind hier mehr überwunden.

Trotzdem möchte ich an dieser Stelle auf die Bedeutung der Webadressen eingehen. Eine Webadresse ist eine eindeutige Bezeichnung für eine eindeutige HTML-Seite. Bei einem CMS besteht das „Problem“, dass die Seite dynamisch aus einer oder mehrerer Datenbankeinträge zusammengebaut wird und die Verwaltung in der Regel über ID’s erfolgt.

D.h. im Klartext, dass die Seiten zum Beispiel über „www.DomainName.com/index.php?id=5“ aufgerufen werden. Durch Änderungen über das CMS an den Inhalten kann es dazu kommen, dass die gleiche Seite eine neue ID vom System zugewiesen bekommt. Eine Seite die bis dahin also in den Suchergebnissen vertreten war („?id=5“), ist danach nicht mehr vorhanden / erreichbar, weil ihr eine neue ID zugewiesen wurde. Die hart erkämpfte Position im Suchergebnis ist dann „für die Katz“.

Dieses Problem muss durch sogenannte „sprechende URL’s“ behoben werden. Die Umsetzung ist von System zu System unterschiedlich, sodass Sie hier an dieser Stelle von mir allein gelassen werden müssen. Wichtig ist, dass Sie sich dem Problem bewusst sind. In meinem Blog (http://www.gordon-adams.com/blog/) finden Sie Video-Lektionen zu diesem Thema für ausgewählte Systeme.

Inhaltliche bzw. textliche Anforderungen (Suchmaschinen & Interessenten)

Grundsätzlich treffen hier natürlich zwei Welten aufeinander. Die Suchmaschinen, die die Texte Wort für Wort scannen und so bewerten für welche  Schlüsselworte die Seite relevant sein könnte und die Interessenten / Besucher einer Seite, die auf der Suche nach der Lösung ihres Problems sind.
Aus der Sicht der Suchmaschinen
Suchmaschinen sind genaugenommen Dienstleister. Sie erbringen den Dienst Suchenden die wirklich relevanten Seiten für bestimmte Suchbegriffe zu liefern. Wenn Sie also nach „Juli“ suchen (es ist nur ein Beispiel und kommt im Wesentlichen auf den Sinn an!), können Sie die Band oder den Monat meinen. Sie wollen in jedem Fall aber wohl eher nicht den Dudeneintrag mit der entsprechenden Wortlautschrift als Ergebnis präsentiert bekommen.

Erhalten Sie als Suchender nicht die gewünschten Ergebnisse werden Sie an der Tauglichkeit / Zuverlässigkeit der Suchmaschine zweifeln und womöglich eine andere Suchmaschine probieren. Im schlimmsten Fall werden Sie dort nicht enttäuscht und werden nun zukünftig immer diese Suchmaschine nutzen und „befragen“; Eine Suchmaschine hat nun einen „Kunden“ und damit an Bedeutung verloren. Daran hat natürlich keine Suchmaschine ein Interesse.

Zwei Dinge sind nun für die Suchmaschine wichtig:

1)      Sie benötigt eine Mindestmenge (lieber zu viel als zu wenig) Text, um diesen richtig / besser bewerten zu können und so seine „Kunden“ zuverlässig zu bedienen. „Content is King“ sagen sich daher die Suchmaschinen.

2)      Sie will auf gar keinen Fall betrogen werden, denn dieser Betrug (falsche, irrelevante, schlechte Ergebnisse) fällt auf sie zurück und nicht auf den „Betrüger“. Ihre Kompetenz und Zuverlässigkeit wird hier in Frage gestellt, nicht aber das Sie ein Opfer konkurrierender Internetseiten ist. Kommt eine Suchmaschine den Tricks auf die Schliche hat man verloren – die Domain fliegt komplett raus und wird gar nicht erst mehr berücksichtigt.

Aus der Sicht der Interessenten
Vergessen Sie niemals: Suchende suchen tatsächlich etwas Bestimmtes. Selbst wenn Sie es schaffen die Suchmaschine „zu täuschen“, wird der angebliche Besucher ganz schnell das Weite suchen, wenn er nicht die Inhalte vorfindet, die er erwartet (ganz zu schweigen von der optischen Ansprache!).

Was ist nun für den Interessenten wichtig:

1)      Vermeiden Sie Füllsätze. Das Internet ist ein schnelllebiges Medium und Ihre Nutzer sind ungeduldig. Die gewünschten Informationen müssen nicht nur „irgendwo“ vorhanden sein, sondern auch optisch entsprechend aufbereitet sein. Niemand ist gewillt im Internet Seiten an Information durchforsten, um das Ergebnis seiner Suche zu finden. Harte Fakten sind gefragt und die auch noch hübsch aufbereitet.

2)      Im Gegensatz zu Suchmaschinen sagen echten Menschen Bilder mehr als tausend Worte. Doch übertreiben Sie es nicht und seien Sie sich sicher, dass das Bildmaterial auch wirklich relevant, ansprechend und eindeutig ist. Die Eindeutigkeit bezieht sich vor allem auf Icons.
Und: Ist Ihnen was aufgefallen?
Suchmaschinen und Interessenten haben vollkommen gegensätzliche Interessen in Bezug auf Text und Bild-Material. Suchmaschinen machen Sie mit viel Text glücklich, Interessenten schrecken Sie damit nur ab. Suchmaschinen können mit Bildern gar nichts anfangen, für Ihre Interessenten können Sie ein Segen sein und zur intuitiven und schnellen Informationsaufnahme dienen. Was soll man nun machen? Die Wahrheit liegt wie so oft in der ausgewogenen Mitte. Wo diese Mitte liegt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt jedoch Mittel und Wege sich dieses Optimum zu erarbeiten.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die „Schlüsselwort-Dichte“, also das Verhältnis zwischen Häufigkeit eines Schlüsselwortes zur Gesamtlänge des Textes. Taucht in einem Text mit 100 Wörtern das Wort „Juli“ einmal auf, so ergibt sich darauf der Quotient 1/100. Die Schlüsselwort-Dichte liegt also bei einem 1%. Steigt oder singt die Häufigkeit des Schlüsselwortes oder der Textmenge, steigt oder singt die Schlüsselwort-Dichte.

Pauschal lässt sich keine Aussage treffen, welche Schlüsselwort-Dichte optimal ist. Sie hängt vor allem auch von der Branche und dem darin herrschenden Wettbewerb ab. Mit einer Dichte von 3 bis 5% können Sie jedoch nichts falsch machen.

Neben den Schlüsselworten im eigentlichen Inhaltsbereich Ihrer Internetseite, müssen Sie für die Suchmaschinen noch im „Head-Bereich“ (siehe auch: Video-Lektionen „Grundlagen HTML & CSS“) relevante Meta-Daten (Beschreibung und Schlüsselworte) und einen Seiten-Titel pflegen!

Struktur ist alles (für Mensch und Maschine!)
Nicht nur Menschen bevorzugen gut aufbereitete Inhalte. Auch Suchmaschinen machen einen Unterschied zwischen Überschriften, Fließtext, Bildbeschreibungen, Aufzählungen, Tabellen, Querverweisen und Markierungen. Sie bereiten Ihre Inhalte also für beide Objekte der Begierde auf.

Achten Sie auch auf ein ausgewogenes Verhältnis von Text und Bild. Wie für eine „Bild-Navigation“ gelten auch für Inhalte dieselben Beschränkungen. Verpacken Sie also keine wesentlichen Informationen in das Bildmaterial, es sei denn Sie nehmen es inhaltlich noch einmal im Text auf.

Wählen Sie eindeutige und klare Überschriften. Bringen Sie mit Absätzen und Zwischenüberschriften Struktur in Ihre Texte. Fassen Sie wichtige Punkte / Informationen in Aufzählungen zusammen. Achten Sie also auf eine gute Lesbarkeit und Strukturierung Ihrer Inhalte – Die Suchmaschinen und nicht zuletzt Ihr Besucher werden es Ihnen danken!

Server- bzw. Domainanforderungen

Die Domain oder der Server auf dem sich Ihre Internetseite bindet ist die Basis, das Fundament Ihrer Aktivitäten im Internet. Eine falsche Entscheidung kann alles Weitere in Frage stellen. Im Grunde geht es um drei Fragen:

1)      Welchen Domainnamen soll man wählen?

2)      Welche Domain-Endung soll man wählen?

3)      An welchem Standort steht der Server?
Welchen Domainnamen soll man wählen?
Grundsätzlich sollte der Domainname am Besten bereits einen Hinweis auf die Leistung oder das Produkt bzw. den Suchbegriff potentieller Interessenten enthalten. Angenommen Sie möchten gern Autoersatzteile über das Internet, also Ihre Internetseite vertreiben. Dann könnten man meinen: www.autoteile-IhrName.de wäre eine gute Lösung. Immerhin kommt das Wort und der mögliche Suchbegriff „Autoteile“ im Domainnamen vor. Oben genannte Bedingung wäre damit erfüllt.

Wenn Sie sich aber auf eine bestimmte Mark spezialisiert haben (zum Beispiel: BMW) wäre folgender Domainname besser: www.bmw-autoersatzteile.de. Wenn jemand nämlich ein „Ersatzteil“ für einen „BMW“ sucht, sind beide Begriffe schon einmal im Domainnamen vorhanden. Diese „Treffer“ werden von den Suchmaschinen tatsächlich als besonders relevant eingestuft. Eine Domain mit dieser Bezeichnung („bmw-autoersatzteile.de“) wird wohl relevante Inhalte zu diesem Thema führen.

Überlegen Sie also sehr genau, welche Schlüsselwort von Ihrer Zielgruppe verwenden und dadurch relevant sind und wie man daraus einen sinnvollen Domain- oder gar gleich Firmennamen ableiten kann. Doch Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht! „bmw-autoerstzteile-reifen-räder-tuning-sport.de“ wird sein Ziel verfehlen.

Welche Domainendung soll man wählen?
Diese Frage lässt sich recht schnell und einfach beantworten. Die Domainendung, die sogenannte Top-Level-Domain; kurz TLD, sollte immer zu dem Markt korrelieren in dem Sie sich bewegen. In Deutschland ist das üblicherweise „.de“, aber auch „.com“. Ich kann Ihnen nur empfehlen immer bevorzugt eine dieser beiden TLD’s zu verwenden. Die anderen Endungen sind nicht „gängig“ bzw. „vertraut“. Eine Frage die sich daran anknüpft ist die folgende.

An welchem Standort steht der Server?
Google und Co. gehen natürlich davon aus, dass eine „.de-Domain“ nicht nur Deutsche Inhalte bereit hält, sondern auch aus diesem Land kommen. Doch sicher kann sie sich dem nicht sein. Daher spielt der Standort eines Servers mit eine entscheidende Rolle. Selbst innerhalb von Deutschland kann es zu verschiedenen Suchergebnissen führen, da der regionale Bezug ebenfalls berücksichtigt wird; neben anderen Problematiken, die die Ergebnisliste regional beeinflussen.

Es kann also passieren, dass Sie bei einer zeitgleichen Suchanfrage aus München und Berlin unterschiedliche Ergebnisse erhalten (je nach Suchbegriff). Der Standort des Suchenden, der Standort Ihres Servers und der Standort des befragten Suchmaschinenservers haben also Einfluss auf die Ergebnisliste. Wenn Sie von Deutschland aus Geschäfte in den USA machen wollen: Besorgen Sie sich einen Anbieter, der Ihnen einen Server in den USA zur Verfügung stellen kann und nicht in Frankfurt am Main sitzt. ;o)

Sind Sie ein Existenzgründer oder alter Hase?
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Sie schwer bis gar nicht beeinflussen können ist das Alter Ihrer Domain. Das Internet ist eine (Wirtschafts-)Welt für sich. D.h. jede Domain kommt einer „Neugründung“ in der realen Welt gleich. Ihr Unternehmen ist also gegenüber allen anderen unbekannt und muss sich erst als zuverlässiger Dienstleister oder Anbieter etablieren.

Vor allem gegenüber den Suchmaschinen, die „Sie empfehlen“ sollen (die Ergebnisliste einer Suchanfrage entspricht solchen), müssen Sie sich also beweisen. Ihre „Zuverlässigkeit“ bzw. ob Sie ein „alter Hase im Geschäft sind“ wird daher am Domain-Alter gemessen.

Diesen Faktor können Sie nicht beeinflussen, außer Sie kaufen eine bereits seit Jahren existierende Domain von jemand anderen ab. Doch Vorsicht: In der Regel wissen Sie nicht, welchen „Ruf“ diese Domain zuletzt (vorher) hatte. Sicherlich können Sie das Alter der Domain prüfen und ob die Inhalte, die zuvor darüber vermittelt wurden, Ihrem Leistungsspektrum entsprachen (was sie sollten!). Unbeantwortbar bleibt jedoch die Frage, ob die Domain bereits in Verruf geraten ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben (Spam-Schleuder oder „Suchmaschinen-Betrüger“).

Wie vertrauensvoll sind Sie?
Damit meine ich nicht Sie persönlich, sondern schon wieder Ihre Domain. Dieser Punkt ist ähnlich angesiedelt, wie das Alter Ihrer Domain. Es dreht sich vor allem für die Suchmaschinen einmal wieder um die Vertrauenswürdigkeit. Neben dem Alter werden auch die Anzahl und Qualität der Empfehlungen Ihrer Domain im Internet gemessen und bewertet. Es ist einmal wie im realen Leben auch: Empfiehlt Sie eine angesehene Person, die auch noch thematisch einen relevanten Stellenwert besitzt, so wird dieser Empfehlen einen hohen Stellenwert beigemessen.

Ein Beispiel wäre, wenn Ihr Autohändler Ihnen einen guten Lackierer empfiehlt. Würde Ihr Bäcker dieselbe Empfehlung aussprechen, hätte diese nicht den gleichen Stellenwert. Gleiches gilt im Internet. Empfehlungen sind Internet sogenannte Backlinks, also ein Link von einer fremden Seite zu Ihrer Internetseite. Je mehr und qualitativ hochwertigere Backlinks Ihre Domain besitzt, desto wichtiger und vertrauensvoller ist Ihre Domain.