eBook – Kapitel 4

Vermarktungsstrategien im Internet

Ich möchte mich hier auf die Methoden bzw. Strategien beschränken, die natürlich einen Maximalen Erfolg bei geringem (Geld-)Einsatz versprechen. Wenn man weiß was man macht, ist der Weg der Suchmaschinenoptimierung langfristig der kostengünstigste Weg. Suchmaschinen bringen Ihnen kostenlos Kunden. Sie müssen „nur“ dafür Sorge tragen relevanten Inhalt zu liefern.

Ein weiteres großes Potential bieten die Sozialen Netzwerke wie Facebook und Co.; im Allgemeinen spricht man hier von „Sozial Media“. Ein genauerer Blick darauf offenbart große und ebenfalls kostenlose Potentiale, die sich Monetär für Ihr Geschäft auswirken können, wenn Sie wissen wie Sie es angehen müssen.

Auch mittels Email-Listen oder Newsletter-Listen lassen sich Produkte oder Dienstleistungen auf günstigem Wege vermarkten. Kaum zu glauben, doch das Instrument Newsletter ist bei richtiger Anwendung eine wahre Goldgrube.

Die richtigen Prioritäten setzen
Die Frage die sich aufdrängt: Erst das Huhn und dann das Ei, oder doch lieber anders herum? Auch wenn die Suchmaschinenoptimierung ein langfristiger und aufwendiger Prozess ist, sollten Sie diesen UNBEDINGT als erstes angehen. Hier werden Sie in einem Abwasch auch die wichtigen Fragen der Interessenten-Ansprache klären. Dies wird Ihnen sowohl beim Aufbau einer Email-Liste helfen, als auch beim „Sozial-Marketing“ und letztendlich beim Verkauf Ihrer Produkte.

Stellenwert von Suchmaschinen

Die folgende Abbildung (Quelle: webhits.de; 09.02.2011) zeigt eindrucksvoll die Marktmacht unter den Suchmaschinen von Google. Es gibt also keinen Zweifel auf welche Suchmaschine man sich bei der inhaltlichen und technischen Optimierung konzentrieren sollte.

Die Entwicklung der letzten Jahre (siehe folgende Grafik oben rechts) lässt nicht darauf deuten, dass sich daran auch in näherer Zukunft etwas ändern wird. Es kann jedoch sein, dass Sie sich in einer Marktnische befinden von der Sie wissen, dass Ihre Zielgruppe bewusst Google als Erste-Wahl-Suchmachine meiden und grundsätzlich (aus Protest oder Überzeugung) mit Yahoo suchen. Dann müssen Sie natürlich umdenken und entsprechend einlenken.

Laut Worldsites Internetmarketing (worldsites-schweiz.ch) haben allein im August 2007 weltweit über 750 Millionen Menschen (im  Alter über 15 Jahren) bei Google 61 Milliarden Suchanfragen gestellt. Die Region mit den Meisten Suchanfragen ist Asien, gefolgt von Europa (210 Millionen Menschen mit 17,8 Milliarden Suchanfragen) und Nordamerika (206 Millionen Menschen mit 16,0 Milliarden Suchanfragen). Auch wenn diese Angaben bereits etwas veraltet sind: Es gibt keinen Zweifel am Stellenwert der Suchmaschine(n) für die Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen.

Neben den klassischen, KOSTENLOSEN Einträgen (Ergebnissen) bei den Suchmaschinen können Sie natürlich auch über ANZEIGEN-Schaltung bei den Suchergebnissen (am Rand) gelistet werden. Das kann teuer sein, muss es aber nicht. Wie ist das zu verstehen? Ganz einfach: Auch bei den Anzeigenschaltungen geht es für die Suchmaschine um qualitative Einträge. Wenn die Internetseite hinter dem Link auf der Anzeige vermutlich wenig relevant / qualitativ schlecht ist, wird der Preis den Sie dafür zu zahlen haben höher sein, als wenn hochwertige Inhalte vorhanden sind. Das bedeutet, dass nicht der am Meisten bezahlt, der bei den Anzeigen ganz oben steht!

„Die Suchmaschinen“ lassen sich diese schlechten Anzeigen gut bezahlen, da Sie einen Ruf zu verlieren haben. Diese Form der Anzeigenschaltung ist also vor allem für „junge“ Domains mit optimierten Inhalten geeignet.

Stellenwert von Sozial Media
Die Einordnung und Verwendung von Suchmaschinen bei der Vermarktung von Produkten ist klar. Doch warum sollten Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. nicht vernachlässigt werden? Und vor allem wie bindet man diese gekonnt in seine Strategie mit eine, um darüber auch Umsatz zu generieren?

Zunächst einmal muss man festhalten, dass die „sozialen Netzwerke“ (= Sozial Media) NATÜRLICH NICHT dazu gemacht worden sind, um diese als Werbeplattformen zu benutzen. Ehrlich gesagt missbrauchen wir diese für unsere Zwecke. Wir wissen, dass sich hier Millionen von Internet-Nutzern tummeln, die erstens mit dem Medium vertraut sind und wahrscheinlich alle schon Geschäfte im Internet abgeschlossen haben.

Soziale Netzwerke sind was sie sind: Plattformen um einen „sozialen Kontakt zu pflegen“. Zwei Bedürfnisse werden hier für die Nutzer im Wesentlichen befriedigt: „Klatsch und Tratsch“ auf dem schnellsten Weg mitbekommen und verbreiten sowie „Kontakte pflegen“ wozu man sonst keine Zeit hätte oder die Entfernung zu groß wäre. Vor allem das Bedürfnis „Klatsch und Tratsch“ will man sich zu Nutze machen. Seien wir ehrlich: Wenn Sie im ein Restaurant gehen und davon begeistern sind, erzählen Sie das gerne auch Ihren Freunden und Bekannten – Sie empfehlen es weiter. Dieser schenkt Ihrem Wort ein sehr viel höheres Vertrauen, als einer Werbeanzeige. Nun stellen Sie sich vor Sie sind ein Barbesitzer und Ihre Besucher empfehlen Ihre Bar nicht erst nach dem Besuch am nächsten Tag (im Besten Fall), sondern sofort „via mobile Web“ ihren Freunden. Eine gute „Nachricht“ kann Freunde (und deren Freunde) dazu animieren noch am selben Abend in Ihre Bar zu kommen, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen.

Nun ist es für eine Bar sicherlich einfacher das „soziale Netzwerk“ für sich zu missbrauchen als für ein technisch orientiertes Unternehmen. Doch auch hier gibt es andere Möglichkeiten diese Plattformen für sich zu nutzen. Ganz wichtig und WIRKLICH NIE VERGESSEN: es sind keine Werbeplattformen!

Zwei wichtige Regeln im „Sozial Web“
Sie wollen Ihre Kunden als Freunde haben und sehen sie als Freunde an. Das setzt auch voraus, dass Sie sich selbst ein Stück weit offenbaren und Ihre Freunde an Ihrem Leben teilhaben lassen. Niemand ist mit einer Firma befreundet, sondern mit einem Menschen dahinter. Menschen haben Höhen und Tiefen, ärgern oder freuen sich und teilen dies mit Ihren Freunden. Verinnerlichen Sie dies!

Auf einem Geburtstag werden Sie sicherlich nicht mit Ihren Freunden über das neuste Projekt sprechen und dafür die Werbetrommel rühren. Sicherlich verliert man mal ein Wort darüber, man will seinen Freunden nicht immer etwas verkaufen. Sehen Sie die sozialen Netzwerke also als „Party“ an, wo Sie im Wesentlichen andere an Ihrem Leben teilhaben lassen und zu einem verschwindend geringen Teil Ihre Produkte erwähnen. Über dieses „erwähnen“ generieren Sie ihren Umsatz aus diesem Medium. Und das ist mehr, als Sie durch „erwähnen“ zu vermuten wagen würden. Das Verhältnis sollten Sie bei 1/9 halten, also 10% Business und 90% privat.

Wie funktioniert „Sozial Marketing“
Im Grunde ist es ganz einfach. Sie müssen sich einfach nur an die Regeln halten und Kontakte knüpfen. Wo sollten Sie Kontakte knüpfen? Auf den Plattformen Twitter (1,8 Millionen Nutzer), Facebook (15 Millionen Nutzer) und YouTube (weltweit über 2 Milliarden Seitenaufrufe pro Tag).

Natürlich gibt es noch weitere Plattformen wie MySpace, Xing oder StudiVZ. Am Wirkungsvollsten sind jedoch die drei benannten. YouTube gehört im eigentlichen Sinn nicht zu den Sozialen Netzwerken, jedoch hat es zwei wesentliche Vorteile: Seitdem YouTube von Google 2006 gekauft wurde, erscheinen immer öfter Videos zu den Suchbegriffen in der Trefferliste. Zum Anderen werden Videos gern über Facebook verbreitet. Außerdem bietet YouTube die Möglichkeit neue Inhalte automatisch via Twitter und Facebook zu veröffentlichen. Auch den Twitter-Account kann man so einrichten, dass Ihre Nachrichten automatisch auf Facebook veröffentlicht werden. Sie sehen also, dass Sie die damit sicherlich verbundene Arbeit sehr gut minimieren / optimieren können.

Die Arbeit liegt als im Aufbau und Erhalt der Kontakte. Diese Kontakte und deren Freunde müssen Sie nun durch geschicktes werben dazu animieren auf Ihrer Internsetseite vorbeizuschauen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, werden diese Besucher sich entweder in Ihre Email-Liste eintragen, sofort kaufen oder Sie zumindest in die Favoriten-Liste des Browsers aufnehmen.

Nun sagen Sie bestimmt: Wie soll ich werben, wenn ich in diesen Netzwerken NICHT WERBEN soll? Die Kunst ist, die Leute zu motiviern bzw. neugiereig zu machen. Wie gesagt: Die Leute sind neugierig und wollen „Klatsch und Tratsch“. Also liefern Sie Ihnen Klatsch du Tratsch! Sie bewerben auf diesen Plattformen also nicht Ihr Produkt, sondern wecken Neugier auf Ihre Internetseite zu kommen. Auf Ihrer Internetseite sieht das Ganze schon wieder ganz anders aus. Hier sind Sie nicht den Zwängen der sozialen Nezwerke unterlegen. Natürlich befriedeigen Sie das Bedürfnis, aber auf Ihren Seiten können Sie natürlich werben. Und das nach alt bekannten Regeln des Verkaufs.

Sie nutzen als die Medien um Besucherströme auf Ihre Plattform (kostenlos) „umzuleiten“, um daraus Umsatz zu generieren; zumindest diese Besucher als „Fans“ zu gewinnen indem diese sich zum Beispiel in Ihren Newsletter eintragen oder auf Facebook über Sie sprechen und damit indirekt Ihr Name in aller Munde ist.

So verteilen sich die Rollen
Machen Sie Twitter zu Ihrer Radio-Station und YouTube zu Ihrem Fernsehsender. Hier können Sie mit den richtigen Inhalten auf sich aufmerksam machen und vor allem Vertrauen gewinnen. Mit Facebook haben Sie das Werkzeug an der Hand, das die beiden Medien Twitter und YouTube vereint und die jeweiligen Schwächen beider Systeme aufhebt.

Newsletter / Email-Listen

Selbst wenn Sie keine „Käufer“ generieren, sollten sich Ihre Besucher wenigstens in Ihre Email-Liste, also einem Newsletter eintragen. Das Wunderbare an einer Email-Lise ist, dass Sie auf diese immer wieder zurückgreifen können (mehrmals im Jahr) und daraus Umsatz generieren können. Damit sich Ihre Besucher auf Ihre Liste eintragen, müssen zwei Dinge erfüllt sein: Sie müssen vom Besucher als kompetent und vertrauensvoll eingestuft werden und Anmelde-Seite für den Newsletter muss sowohl von der Gestaltung als auch von den Inhalten optimiert sein!

Eine optimale Anmelde-Seite hat eine klare Überschrift, einen kurzen erläuternden Text und einschlägige Bilder oder ein Video als „Köder“ (Sie sehen, wir sind schon wieder bei der optischen Gestaltung!). Dieser Köder muss für den Besucher unwiderstehlich sein. Das kann ein Geschenk (Gewinn) oder ein Bonus in Form eines kostenlosen Zugangs oder ähnliches sein. Ganz gleich was es ist: Es muss einen Mehrwert / hohen Stellenwert für Ihre Zielgruppe besitzen.

Wie man aus Email-Listen Umsatz generiert
Eine große Email-Liste ist auch für andere Interessant. Verkaufen Sie „Werbeplätze“ innerhalb Ihres Newsletters und / oder lassen Sie sich an den Umsätzen beteiligen, die aus den Newsletter-Aktionen generiert werden. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Ihr Newsletter bekommt attraktiven Inhalt, den Sie nicht erstellen müssen (Zeit und Mühe gespart), und Sie verdienen sowohl mit den Produkten des Werbers als auch mit Ihren eigenen Produkten.

Das funktioniert natürlich auch anders herum: Partizipieren von anderen großen Email-Listen und machen Sie so nicht nur Umsatz, sondern bauen sich auch so ihre eigene Email-Liste auf!

Zusammenfassung

Es gibt vor allem technische Hürden, die Sie kennen und vermeiden müssen. Diese Hürden zu beseitigen ist jedoch nur die halbe Arbeit. Denn Geld verdienen Sie erste, wenn es zu einem „Abschluss“ kommt. Ein Abschluss muss nicht direkt in Umsatz ausgedrückt werden können. Auch die Eintragung in eine Email-Liste kann als erfolgreicher Abschluss gewertet werden. Diese Hürde ist vor allem gestalterische Natur. Optische Ansprache, Nutzerfreundlichkeit und Vertrauen sind die Knackpunkte an dieser Stelle.

Sorgen Sie mit vielen wertvollen Inhalten bei Suchmaschinen und Besucher dafür, als kompetenter, vertrauensvoller und etablierter Leistungsanbieter zu glänzen. Nutzen Sie dafür die sozialen Kanäle! Vor allem für Twitter und YouTube gilt: Google nimmt auch diese Inhalte in den Suchindex auf und wertet diese aus. So tauchen immer häufiger Videos oder „Twitter-Nachrichten“ in den Suchergebnissen auf. Hier können Sie insbesondere dann von den Marktstellungen der Plattformen profitieren, wenn Ihre Internetseite bisher nicht etabliert (neu) ist.

Verschenken Sie also dieses Potential nicht!